Stufe 3 · So funktioniert es2 Min. LesezeitAktualisiert am 17. Oktober 2026

DNS-Leak und WebRTC-Leak: erkennen und verhindern

Was DNS-, WebRTC- und IPv6-Leaks sind, wie sie deine besuchten Seiten oder deine echte Adresse verraten und welche Einstellungen in der VPN-App sie verhindern.

Illustration: ein Verbotszeichen in einer abgerundeten Kachel, dazu der Titel DNS- und WebRTC-Leaks

Das Wichtigste

  • Ein Leak heißt: Ein Teil deines Datenverkehrs oder deine echte Adresse gelangt am VPN-Tunnel vorbei nach außen.
  • DNS-Leak: Dein Gerät fragt nicht das VPN, sondern deinen Internetanbieter, welche Adresse zu einem Websitenamen gehört. Der Anbieter sieht dann, welche Seiten du besuchst.
  • WebRTC- und IPv6-Leaks können einer Website deine echte Adresse verraten. Gute VPN-Apps unterbinden alle drei; prüf die Einstellungen.

So entsteht ein DNS-Leak

Bevor dein Browser eine Website öffnet, fragt er einen DNS-Server nach ihrer Adresse. Mit VPN sollte diese Frage durch den Tunnel zum DNS-Server des VPN gehen. Landet sie stattdessen bei deinem Internetanbieter, erfährt er die Namen der Seiten, die du öffnest, obwohl die Seiten selbst durch das VPN laufen.

  1. Dein Gerätfragt, wo eine Seite liegt
  2. Dein Internetanbieterantwortet und erfährt den Namen
  3. VPN-Servertransportiert die Seite selbst
vom VPN verschlüsselt nicht vom VPN verschlüsselt
Ein DNS-Leak: Die Seite läuft durch den Tunnel, die Frage nach ihrer Adresse aber nicht.

Welchen DNS-Server du ohne VPN nutzt, steht in den Netzwerkeinstellungen deines Geräts oder deines Routers. Meist ist es der deines Internetanbieters. Mit eingeschaltetem VPN sollte die App ihren eigenen DNS-Server verwenden.

Drei Arten von Leaks

LeakWas durchrutschtWer es siehtWas hilft
DNS-Leakdie Namen der Seiten, die du öffnestdein Internetanbieterdie eigene DNS-Einstellung der VPN-App
WebRTC-Leakdeine echte IP-Adressedie Website, über den Browserder WebRTC-Schutz der App oder Browsereinstellungen
IPv6-Leakdeine echte IPv6-Adressedie Websiteeine App, die IPv6 durch den Tunnel leitet oder sperrt

Was du auf dieser Seite prüfen kannst

Der IP-Check zeigt die Adresse, die bei dieser Website ankommt, und ihren Typ, IPv4 oder IPv6. Zeigt er bei eingeschaltetem VPN eine IPv6-Adresse, die nicht zum VPN gehört, geht dein IPv6-Verkehr am Tunnel vorbei.

DNS- und WebRTC-Leaks testet der IP-Check nicht. Dafür brauchst du einen Test, der einen eigenen DNS-Server betreibt oder die WebRTC-Daten deines Browsers ausliest. Viele VPN-Anbieter bieten so einen Test auf ihrer Website an.

Einstellungen, die Leaks verhindern

  1. Den DNS der App verwenden. Die meisten VPN-Apps haben eine Einstellung wie „VPN-DNS verwenden“ oder „DNS-Leak-Schutz“. Lass sie eingeschaltet.
  2. Den Kill Switch einschalten, damit nichts dein Gerät verlässt, wenn der Tunnel abreißt.
  3. IPv6 prüfen. Unterstützt deine App kein IPv6, schalte ihre Option zum Sperren von IPv6 ein oder IPv6 auf dem Gerät aus.
  4. Die VPN-App nutzen, nicht nur eine Browser-Erweiterung. Viele Erweiterungen decken nur den Browser ab und arbeiten bloß wie ein Proxy.

Apps testet diese Seite nicht. Ob eine bestimmte App Leaks verhindert, lässt sich von außen nicht prüfen. Nutz die Geld-zurück-Frist, um es selbst zu testen.

Nächster Schritt

Wie Websites entscheiden, in welchem Land du bist, erklärt Geoblocking einfach erklärt.

Die Zahlen in diesem Ratgeber stammen aus dem Archiv und ändern sich mit jeder Datenaktualisierung. Stand 17. Oktober 2026.

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