Stufe 2 · Den Anbieter kennen3 Min. LesezeitAktualisiert am 17. Oktober 2026

Wem gehört dein VPN? Firma, Eigentümer und Firmensitz

Wer hinter einer VPN-Marke steht, welche Marken demselben Konzern gehören, was der Firmensitz für deine Daten bedeutet und was Five, Nine und Fourteen Eyes sind.

Illustration: ein Augen-Symbol in einer abgerundeten Kachel, dazu der Titel Wem gehört dein VPN?

Das Wichtigste

  • Mit VPN sieht der Anbieter, was vorher dein Internetanbieter sah. Deshalb kommt es darauf an, wer der Anbieter ist.
  • Mehrere bekannte VPN-Marken gehören zum selben Konzern. In diesem Archiv nennt Kape Technologies ExpressVPN, CyberGhost und Private Internet Access als seine Marken.
  • Das Recht am Firmensitz bestimmt, welche Daten Behörden anfordern können. Dieses Archiv kennt den Sitz von 8 Anbietern; 2 davon liegen außerhalb der Five-, Nine- und Fourteen-Eyes-Länder.

Marke, Firma, Eigentümer

Hinter einem VPN können drei Namen stehen:

EbeneBeispiel aus diesem ArchivWo du es findest
MarkePrivate Internet Accessauf der Website und in der App
Firma, die es betreibtPIA Private Internet Access, Inc.in den Nutzungsbedingungen
EigentümerKape Technologiesauf der Website des Eigentümers

Jede Anbieterseite hier zeigt diese Angaben mit einem Link auf die Seite, auf der sie geprüft wurden. Fehlt eine Angabe, steht dort „nicht erfasst“, nie „keine“.

Marken mit demselben Eigentümer

Manche Konzerne besitzen mehrere VPN-Marken. Was nach einer Wahl zwischen Konkurrenten aussieht, kann dann ein und dieselbe Firma sein. In diesem Archiv:

  • Kape Technologies nennt ExpressVPN, Private Internet Access und CyberGhost als seine Marken.
  • Surfshark gibt an, sich 2022 mit Nord Security unter einer gemeinsamen Holding zusammengeschlossen zu haben; beide arbeiteten eigenständig.

Gemeinsame Eigentümer können auch gemeinsame Technik bedeuten. Der Ratgeber Die Netze hinter VPN-Servern zeigt, dass viele Anbieter ihre Server bei denselben wenigen Netzbetreibern mieten.

Firmensitz und die „Eyes“-Bündnisse

Die Five Eyes sind fünf Staaten, deren Geheimdienste Informationen austauschen: die USA, Großbritannien, Kanada, Australien und Neuseeland. Die Nine und Fourteen Eyes erweitern den Kreis um weitere Länder, darunter auch Deutschland. Eine Firma in einem dieser Länder ist nicht automatisch schlechter, aber ihr Staat kann nach dortigem Recht Daten anfordern.

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Gelistete Serverstandorte, nach dem Bündnis des Landes, unter dem sie stehen
  • Five Eyes: 540 (32 %)
  • Nine Eyes, weitere Mitglieder: 88 (5 %)
  • Fourteen Eyes, weitere Mitglieder: 132 (8 %)
  • keines der drei: 913 (55 %)

Etwa 32 % aller gelisteten Serverstandorte liegen in Five-Eyes-Ländern. Gezählt wird dabei, wo Server gelistet sind, nicht, wo die Firmen sitzen.

Anteil der Standorte je Anbieter in Five-Eyes-Ländern

Was du daraus nicht ablesen kannst

  • Ob ein Anbieter Protokolle speichert. Das ist ein Versprechen, das manchmal ein Audit prüft; mehr in Audits und No-Logs-Versprechen.
  • Ob ein Eigentümer seine Marken unterschiedlich behandelt. Diese Seite zeigt Fakten, keine Bewertungen.

Nach Firmensitz filtern: Der VPN-Finder hat die Option „Unternehmenssitz außerhalb der Five-, Nine- und Fourteen-Eyes-Länder“. Anbieter, deren Sitz nicht erfasst ist, bleiben mit einem Hinweis in der Liste.

Nächster Schritt

Lies Was VPN-Websites tracken oder sieh dir die Analyse der Überwachungsbündnisse an.

Die Zahlen in diesem Ratgeber stammen aus dem Archiv und ändern sich mit jeder Datenaktualisierung. Stand 17. Oktober 2026.

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